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Sushi Reis kochen

Sushi selber machen

von Michael Erkens

Sushi selber machen

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Rezept für 500 g Reis
Vorbereitungszeit: 25 Minuten
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Arbeitszeit: 1 Stunde 10 Minuten
Umrechnen: 5 Personen

Zutaten

Marinade

  • 75 ml Reisessig
  • 37,5 g Zucker
  • 12 g Salz
  • 3 ml ApfelessigOptional

Sushi-Reis

Anleitung

Marinade

  • Vermischen Sie alle Zutaten in einem Topf und erwärmen Sie die Mischung.
  • Auf keinen Fall darf der Reisessig dabei kochen. Nach dem aufwärmen lassen Sie die Sushimarinade abkühlen.

Sushi-Reis

  • Bevor es ans Kochen geht, müssen Sie in einer Schüssel den Reis drei bis viermal auswaschen! Denn dieser sollte von den letzten winzigen Schmutzpartikeln befreit werden und an Stärke verlieren. Das Wasser sollte nach dem dritten oder vierten Spülvorgang fast klar sein.
  • Jetzt darf das Wasser abgegossen werden und der Reis muss 15 Minuten in der Schüssel ruhen. Der Reis ist jetzt teilweise klar nach der Ruhephase ist er komplett weiß.
  • Nach den 15 Minuten geht es in den Reiskocher. Fügen Sie kaltes Wasser im Verhältnis 1:1 hinzu und lassen den Sushi-Reis garen. Wenn der Reis fertig ist lassen Sie in abkühlen.

Reis im Kochtopf zubereiten

  • Wenn Sie keinen Reiskocher zur Verfügung haben bereiten Sie den Reis ganz einfach im Kochtopf zu. Den Reis nach der Ruhephase einfach in den Kochtopf füllen und genau wie im Reiskocher Wasser dazufüllen. Jetzt auf höchster Stufe aufkochen lassen und zwischendurch mit einem Holzlöffel durchrühren. Wenn das Wasser angefangen hat zu kochen auf Stufe 2 runterstellen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Keine Angst es kann nichts schief gehen. Nach 15 Minuten haben Sie den perfekten Sushi Reis.

Sushi-Reis und Marinade verbinden

  • Der Sushi-Reis ist fertig und muss nun mit der Marinade vermengt werden. Jetzt Gießen Sie langsam die abgekühlte Marinade auf den noch warmen Reis. Und nehmen ein Messer oder einen Reislöffel mit dem Sie dabei durch den Reis ziehen. Dadurch bleibt dieser locker und nimmt die Marinade besser auf.

Sushi rollen

So rollen Sie Sushi-Reis auf traditionelle Weise!

Nori-Algenblätter halbieren

Noriblätter kürzen oder halbieren

Jetzt können Sie die Noriblätter für (Hoso-Maki – dünne rollen) halbiert oder einfach etwas kürzen wie im Bild für die (Futo-Maki – dicke rollen). Anschließend die Noriblätter mit der Glatten Seite auf die Bambus Matte (Makisu) legen.

Sushi-Reis verteilen

Sushi Reis verteilen

Sushi-Reis zu einer Kugel (ca. 70 g) formen und die Reiskugel im unteren Bereich auf das Nori-Algenblatt platzieren. Jetzt die Hände anfeuchten und den Reis gleichmäßig und locker auf dem Nori-Algenblatt verteilen (Nicht anpressen). Beim Verteilen immer wieder die Hände anfeuchten.

Zum oberen Rand des Nori-Algenblatt ca. 1 cm Platz lassen. Die freie Stelle sorgt für einen sauberen Abschluss nach dem Fomen der Rolle.

Sushi-Füllung

Sushi Füllung

Jetzt geht es an die Füllung. Diese wird im unteren Bereich des Nori-Algenblatts platziert.

Sushirolle in Form bringen

Das Noriblatt muss mit der unteren Seite bündigen an der unteren Seite der Bambusmatte liegen. Die Füllung mit den Fingern fixieren und die erste Umdrehung durchführen.

Das Nori-Algenblatt muss die Füllung einmal komplett umschließen.

Jetzt kann die Sushirolle abgedrückt werden. Dabei mit drei Finger 2 seitlich einer von oben leicht andrücken und die Sushi Rolle in eine leicht eckige Form Bringen.

Rolle zu Makis schneiden

Zum Schluss wird die Rolle nur noch in die typische Maki-Größe geschnitten.

Sushi rollen – Tipp für die Zubereitung

Eine Bambusmatte aus dem Asia-Shop und ein scharfes Messer sind für ein gutes Gelingen gerollter Sushis Voraussetzung. Die Bambusmatte brauchen Sie als Hilfe zum Einrollen der Nori-Algenblätter. Möglichst immer mit angefeuchteten Fingern arbeiten, dann klebt es nicht so und die Zubereitung gelingt leichter.

Ein Nori-Blatt auf eine ausgebreitete Bambusmatte legen und den Reis in der Mitte – auf ca. 1/3 des Blattes – fingerdick legen. Danach die restlichen Zutaten darauf geben, z. B. Fisch. Mit dem Finger etwas Wasabi auf den Fisch streichen. Dosieren Sie vorsichtig – Wasabi ist sehr scharf.

Dann das Nori-Blatt mit der Bambusmatte einrollen. Dabei die Matte fest an beiden Enden halten und die Rolle gut drücken – auch am Rand, damit der Reis klebt. Anschließend die Matte wieder aufrollen – fertig ist das Sushi. Jetzt schneiden Sie mit einem scharfen Messer die Rolle in gleiche Teile. Das Sushi mit einem Schälchen Sojasauce servieren. Gut zu Sushi passt auch der in Japan typische eingelegte Ingwer.

Gute Kombinationen für die Füllung

  • Serrano-Schinken | Rucola | Frischkäse
  • Gurke | Avocado | Paprika
  • Surimi | Forellenkaviar | Wasabi
  • Garnele | Avocado | Mango
  • Sashimi-Thunfisch | Avocado | Gurke

Sushi-Arten

Hier finden Sie eine Auswahl der beliebtesten Sushi-Arten schnell und einfach erklärt.

Hoso Maki – Die „dünne Rolle“

Sie wird meist aus einem Nori-Blatt hergestellt, welches mit nur ein bis zwei Zutaten gefüllt wird. Generell bedeutet Maki-Sushi auf Deutsch „Rollen-Sushi“ und umfasst alles, was mit einer Bambusmatte, der Sushi Matte (Makisu), gerollt wird.

Futo-Maki – Die „dicke Rolle“

Diese Rolle wird als „dicke Rolle“ bezeichnet. Deswegen gibt es hier auch drei bis vier Füllungen.

Ura-Maki – Die „Reisseite außen“ (California Roll)

Kommen wir nun zur bekanntesten Rolle: Die California Roll ist die wohl berühmteste Rolle der Sushi-Familie. Ursprünglich als Ura-Maki (zu Deutsch „von innen gerollt“) bekannt, wird diese Variation heutzutage vornehmlich als California Roll bezeichnet.

Sie trägt den Reis nach außen und wird dort gerne mit Sesamsamen oder kleinen, farbigen Fischeiern verziert. Das Algenblatt liegt innen und wird meist mit zwei bis drei Zutaten aus Fisch und Gemüse kombiniert. Die umgekehrte Anordnung führt zu einem anderen Geschmackserlebnis.

Nigiri Sushi – Das „handgeformten Sushi“

Bei Nigiri-Sushi handelt es sich um handgeformte Reis-Häppchen, welche beispielsweise mit einer Scheibe Thunfisch, Lachs oder Garnele (von fünf bis sieben Zentimetern Länge) belegt werden. Zwischen Fisch und Reis befindet sich oft eine Hauch von Meerrettich oder Wasabi.

Vom Design her unterscheiden sie sich von den üblichen Sushirollen, da sie nicht gefüllt, sondern belegt werden. Oftmals werden die Nigiri-Happen als Paar serviert.

Die Form steht für die Naturverbundenheit der Japaner: Der auf dem Reis liegende Belag soll an die anmutige Bewegung eines schwimmenden Fischs erinnern. Nigiri ist die schlichteste und typischste Sushi-Form.

Tmaki

Welchen Reis für Sushi verwenden?

Mit ihm steht oder fällt das beste Sushi-Rezept. Welcher Reis dabei zum Zuge kommt, ist bei Sushi alles andere als egal. Nur ein waschechter Sushi-Reis ist auch ein dankbarer Reis, welcher sich seiner zarten Ummantelung generös anpasst, nicht bröckelt oder zerfällt. Der Reis Ihrer Wahl trägt den sinnlichen Namen Shinode, auch NikishiKetan oder Kome genannt. Er zählt zu den Rundkornsorten und weist einen hohen Stärkegehalt auf — was auch seine gewünschte Klebrigkeit erklärt.

Ob schon Drachen jemals Sushi speisten, ist leider nicht bekannt

Aber Ihre Gäste werden Ihren selbst hergestellten Sushi-Reis mit Hingabe verzehren, sowie Ihnen mit ehrlicher Hochachtung und Anerkennung begegnen. Kochen Sie sich glücklich!

Eine Spezialität achtsam zubereiten, ihr mit Respekt und Freude begegnen: Japans gesunde Küche bringt diese wertvollen Attribute äußerst gelungen auf einen harmonischen Nenner. Sushi steht für „langes Leben“ und bezeichnet eine „sauer, säuerliche“ Kostbarkeit, welche in liebevoller Handarbeit hergestellt wird, Feinschmeckerherzen im Sturm erobert und die Sinne beglückt. Kenner der asiatischen Kochszene beschreiben die Sushi-Zubereitung als persönliche Herausforderung. Die intensive Ausbildung zum Sushi-Koch ist erforderlich, braucht es doch schon ein wenig mehr als eine Lektion, um diese spezielle Technik und Fingerfertigkeit zu erlernen.

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